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Die
Fotografin Monica Brauer aus Düsseldorf
hat in enger Kooperation mit dem Fußballteam
"Böse Möwen" aus Köln
vier Plakatmotive für die Aktion "Für
Offenheit und Akzeptanz von Homosexualität
im Fußball" gestaltet. Die Fußballerinnen
selbst sind "restlos begeistert"
und die LAG Lesben in NRW ist es auch!
Die Plakate sind Teil des Projekts, das
im Vorlauf der 2011 stattfindenden Frauenweltmeisterschaft
in Deutschland und der damit verbundenen
Aufmerksamkeit auf die nach wie vor existierende
Diskriminierung und Unsichtbarkeit von lesbischen
Frauen in der Fußballwelt (als Spielerin,
Trainerin/Betreuerin, Fan, Schiedsrichterin
etc.) aufmerksam machen will.
Ziel der Aktion ist es die Sichtbarkeit
und das Selbstbewusstsein von lesbischen
Frauen zu fördern, sowie den Abbau
von Vorurteilen und Klischees voranzutreiben.
Die Motive "Outing (un)möglich?!"
und "Im Abseits?" sprechen die
nach wie vor vorhandene homophobe Stimmung
und Haltung von Teilen der Gesellschaft,
sowie die Ängste der Homosexuellen
an.
Das Motiv "Trikottausch? " spricht
den intimen Bereich der Umkleidekabine,
Ängste, Sexualität und das gesellschaftliche
Unwohlsein an mit Lesben oder Schwulen zu
privat zu werden.
Das Plakat "Ist doch egal, wer das
Tor macht!" kann als Antwort auf die
Fragen der drei anderen Plakate gesehen
werden und als "Wunschvorstellung",
denn hier jubeln auch die "Gegnerinnen"
über das Tor...
Sichtbare Identifikationsfiguren fördern
die Selbstfindung eines jedes Menschen und
sind die Basis für eine gesellschaftliche
Kommunikation. "Meinungen und Ansichten
können dann kontrovers ausgetauscht
werden und erreichen so zukünftig den
Status des Akzeptierens", hofft Monica
Brauer und sagt weiter: "Die kaum vorhandene
Sichtbarkeit von lesbischen Frauen im Frauenfußball
deutet darauf hin, dass ein Outing immer
noch ein Wagnis ist, somit eine Auseinandersetzung
mit dem Thema Homophobie nicht wirklich
ermöglicht wird."
Neben der Förderung der Sichtbarkeit
ist der Abbau der vorhandenen Vorurteile
das zweite Ziel des Projekts, da lesbische
Frauen z.B. von anti-schwulen Hetzgesängen
in Stadien genauso diskriminiert werden
wie schwule Männer. Auch wenn es ein
gesellschaftliches Spektrum der Akzeptanz
gibt, so ist gerade in der Amateur-Fußball-Vereinswelt
ein toleranter Umgang mit homosexuellen
Menschen oftmals nicht gegeben. Negativ-Beispiele
aus Vereinen liegen vor.
Als positives Beispiel im Umgang mit "Minderheiten"
ist der wachsende Anteil von Mädchen
und Frauen mit Migrationshintergrund im
Fußball zu nennen.
Die LAG-Mitgliedsgruppen und Kooperations-
partnerinnen bekommen jeweils einen Satz
der Plakate zugeschickt, außerdem
die queeren Fußballfanclubs, die in
NRW ansässigen Frauenteams der 1. und
2. Bundesliga und der DFB.
Die Plakate können in der LAG-Geschäftsstelle
bestellt werden, bei bis zu 12 Plakaten
erheben wir eine Versandgebühr in Höhe
von 6,50 €.
Weitere Module des Projekts werden in 2010
und 2011 folgen.
Das Ministerium für Generationen, Familie,
Frauen und Integration des Landes NRW fördert
die Aktion.
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