Schulungen

lag-schulungen2017

Die Arbeit für und in den lesbischen, schwulen, bi und trans* Szenen hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Unsere großen Stärken – fachliche Kompetenz und Peer-Involvement – reichen allein immer schwerer aus, um unsere Projekte und Ziele erfolgreich umzusetzen. Die Konkurrenz um Aufmerksamkeit wird größer, die technischen Möglichkeiten komplexer. Zudem werden die Anforderungen an die einzelnen Mitarbeitenden immer höher – mit knappen Budgets und geringen Personalressourcen muss möglichste viel erreicht werden. Die LAG Lesben in NRW und das Schwule Netzwerk NRW bieten deshalb für ehrenamtlich und hauptamtlich tätige Menschen aus NRW Schulungen und Workshops zur Unterstützung ihrer Arbeit an.

Die maximale Teilnehmendenzahl beträgt zwölf pro Veranstaltung. Fahrtkosten können bei Bedarf aus Mitteln des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW finanziert werden.

Eine verbindliche Anmeldung ist bis mind. zwei Wochen vor der Veranstaltung nötig. Hier geht es zum ANMELDEFORMULAR. Details gehen eine Woche vor der Veranstaltung per Mail an alle Teilnehmenden.


21.01.2017 | 10:00 -17:00 Uhr | Ort: Jugendzentrum Puls, Corneliusstr. 28, 40215 Düsseldorf

STARKES ICH – STARKES WIR | Ehrenamtliche im Bereich LSBT* und Flucht stärken

Du engagierst dich ehrenamtlich in einer Initiative, in einem Beratungs- bzw. Jugendzentrum oder anderweitig für lesbische, schwule, bisexuelle oder transgeschlechtliche Geflüchtete? Dann bist du herzlich zu unserem Ressourcentag für ehrenamtliche Helfer*innen eingeladen!
Gemeinsam mit euch möchten wir nach einigen Monaten des ehrenamtlichen Engagements einen Blick auf unsere Arbeit werfen. Wir möchten euch ein Forum und eine Austauschmöglichkeit über eure Erfahrungen bieten. Gleichzeitig sollen die in der Gruppe geteilten Erlebnisse als Beispiele dienen, an denen unterstützende Methoden erklärt und durchgespielt werden können. Sie sollen das konkrete Handeln vereinfachen, Reflexionsprozesse einleiten, zu einer neuen Sichtweise einladen und vor allem Mut machen.

  • Warum helfe ich eigentlich und was motiviert mich?
  • Was frustriert mich im täglichen jonglieren mit Aufgaben jeder Art und wie kann ich mit Rückschlägen konstruktiv umgehen um Stress zu vermeiden?
  • Wie kann ich Selbstfürsorge, Abgrenzung und Wertschätzung für die eigene Leistung und die Leistung der Anderen entwickeln?
  • Wie gehe ich mit der psychischen Belastung des Engagements um und wie finde ich einen Umgang mit den teilweise erlebten Geschichten von Gewalt und Hilflosigkeit der gut für mich ist?
  • Wie kann ich nachhaltig alles unter einen Hut bekommen – das Engagement sowie mein Privatleben und eine (Aus-)Bildung oder Arbeit?

Referentin: Annalena Müller | Bildungsreferentin und aktiv in der Unterstützungsarbeit für Geflüchtete in Paderborn

Die Teilnahme ist kostenfrei. | Anmeldeformular

 


10.02.2017 | 17:00 – 21:00h | Ort: caféplus, Gnadenort 3-5, 44135 Dortmund

03.03.2017 | 17:00 – 21:00h | Ort: SHALK NRW e.V., Falkstraße 63, 47058 Duisburg

10.03.2017 | 17:00 – 21:00h | Ort: Aidshilfe Bonn e.V. | Jugendzentrum GAB, Obere Wilhemstraße 29, 53225 Bonn

NICHT MIT MIR! Workshops zum Umgang mit menschenfeindlichen Positionen

Im politischen Diskurs häufen sich die mit Kalkül gesetzten populistischen Argumentationen von Konservativen bis Rechten gegen „Genderwahn“, „Frühsexualisierung“ oder „Überfremdung“. Sie verbreiten ihre Hetze und ihre Parolen gegen eine vielfältige Gesellschaft, die gar zu schnell unreflektiert weiter getragen werden und plötzlich im eigenen Umfeld auftauchen. Diese abfälligen Äußerungen über Schwule, die gezielten Abwertungen lesbischer Sexualität, trans*feindliche oder rassistische Sprüche – sie erwischen uns meist kalt.

Wie gehe ich mit solchen Situationen um – im Familienkreis, in der Vereinsarbeit oder in der eigenen Community? Welche Handlungsmöglichkeiten habe ich? Welche Argumentationsmuster kann ich wie aufbrechen? Wie wehre ich mich gegen rechte Vereinnahmungen?

Die einteiligen Workshops vermitteln mit konkreten Übungen verschiedenen Ansätze, um der eigenen Sprach- und Ratlosigkeit besser entgegentreten zu können.

Referentin: Mitarbeiterin der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln

Gebühr jeweils: 20,00 € | Mitgliedsgruppen 10,00 € | Anmeldeformular

 


18.03.2017 | 10:00 – 17:00 Uhr | Ort: Aidshilfe Köln e.V., Beethovenstraße 1, 50674 Köln

GRENZEN WAHREN | JUGENDSCHUTZ IN DER LSBT*-VEREINSARBEIT

Sexuell auffälliges Verhalten und sexuelle Grenzverletzungen begegnen uns in der Jugendarbeit immer wieder. Dies stellt eine besondere Herausforderung für die Haupt- und Ehrenamtlichen Fachkräfte dar. Inhalte der Veranstaltung sollen für das Themengebiet sexuelle Übergriffe und sexuelle Grenzüberschreitungen sensibilisieren:

  • Definitionen
  • Rechtliche Grundlagen
  • Daten und Fakten zur sexuellen Gewalt in Deutschland
  • Tätertypen und deren Strategien
  • Einschätzungskriterien zu sexuell übergriffigem Verhalten
  • Grundlegendes zur Täter- Opferdynamik
  • Signale und Symptome von Opfern sexueller Gewalt
  • Sexismus
  • Mediale Gewalt
  • Pornokonsum, Sexting und Co.
  • Was können wir tun – Handlungsmöglichkeiten im Arbeitsfeld

Neben theoretischen Input wird in der Veranstaltung an Praxisbeispielen gearbeitet, so dass ein Erfahrungsaustausch durch Fallberatung und Kleingruppenarbeit stattfindet.

Referentin: Ruth Habeland | Systemtherapeutin & Familientherapeutin DGSF, Tätertherapeutin, Kinderschutzfachkraft § 8a

Gebühr: 30,00 € | Mitgliedsgruppen 20,00 € | Anmeldeformular

 


13.05.2017 | 11:00 – 18:00 Uhr | Ort: SC Janus e.V., Hohenstaufenring 42, 50674 Köln

OHNE MOOS NIX LOS | TIPPS UND TRICKS ZUM FUNDRAISING FÜR LSBT*-ORGANISATIONEN

Für viele LSBT*-Organisationen ist Fundraising die finanzielle Grundlage, um ihre Ziele verwirklichen zu können und unabhängiger von den Geldern der öffentlichen Hand zu werden. Um sich auf dem Spendenmarkt zukünftig behaupten zu können, sind Einblicke in Fundraising-Techniken anhand von Best-Practice-Beispielen unerlässlich. Dieser Workshop vermittelt einen Überblick über die Instrumente des Fundraising und hilft bei der Erstellung eines eigenen Fundraisingkonzeptes.

  • Zielgruppen und ihre Spendenaffinität
  • Methoden: Internetfundraising, Zeitspenden, etc.
  • Stiftungen in der Fundraising-Konzeption
  • Unternehmenskooperatione
  • Kosten- und Nutzenanalyse

Referent: Markus Johannes | Marketing- und Kommunikationsökonom, Landesgeschäftsführer Schwules Netzwerk NRW

Gebühr: 30,00 € | Mitgliedsgruppen 20,00 € | Anmeldeformular